Adi's HiFi Blog

 

Das HiFi Thema umtreibt mich seit Jahren, mit Allem was dazu gehört. In dieser Zeit habe ich etliches an Geräten gehört,  getestet und auch auf diversen Kanälen darüber berichtet.

 

Die bisherigen Test-Berichte habe ich hier zum Lesen für euch zusammengefasst. In unregelmässigen Abständen versuche ich, einen kleinen HiFi-Blog führen sofern es meine Zeit zulässt.
Die Inhalte beziehen sich auf meine persönlichen Erfahrungen beim Testen und Hören und müssen für andere nicht stimmig sein.

 

Ich wünsche Dir viel Freude beim Lesen, und bei Fragen darf man mich gerne kontaktieren.

 

 

Wie ich wieder begann Platten zu hören

 

Hier werde ich meine Hifi Geschichte vom Beginn bis zum aktuellen Stand noch dokumentieren.

In diesem Bericht geht es mehr um meine Leidenschaft für Schallplatten, in einem anderen werde ich mich dem Heimkino widmen.

 

Zu meinem 50. Geburtstag wollte ich mir neue Lautsprecher kaufen und machte mich nach langem Einlesen und Budgetberatungen (mit mir selbst) auf die Suche. Entschieden hatte ich mich für die Jamo C-109 und die dazu gehörenden Lautsprecher.

Ich kontktiere also den Importeur und konnte einen Hörtermin vereinbaren in Zürich, in der Nähe wo ich arbeite.

Im Bild die LS, die ich Probehören konnte - die beiden Piega hätten mich sehr interessiert und haben mir auch gut gefallen.

Aber mit dem vorhandenen Budget wurden es dann trotzdem die Jamo.

 

 

Mein erstes „gutes“ Setup, war dann ein kleines Heimkino mit einem AVR von Pioneer SC-LX79 und Lautsprechern der Jamo C10-Serie. (Bild aufgenommen nach frischer Renovierung)

 

Ich wollte danach wissen, ob auch Plattenhören wieder in Frage kommt. Ich hatte noch meine alte Platten-Sammlung im Keller und die Platten wurden im Verlauf der letzten 25-30 Jahre jeweils von Keller zu Keller gezügelt (oder geschleppt, jenachdem wen man fragt)


Also ging ich in ein Geschäft und kaufte einen Pro-Ject Debut Carbon USB in Blau mit integriertem Pre und USB, wie man das  so nach so langer Zeit ohne Platten halt so macht. Weil auf dem Rack kein Platz war, habe ich mit auch gleich eine passende Wandhalterung geholt. Leider klang das irgendwie überhaupt nicht nach guter Musik.

 


Nach einigen LPs wollte ich aufgeben, da es im Vergleich zu meinem digitalen Setup sehr schlecht klang.
Also wollte ich ein Upgrade und fand einen gebrauchten Pro-Ject 6 PerspeX für weniger als die Hälfte des Neupreises. Nachdem ich das gesammelt hatte, wollte ich einen direkten Vergleich machen – konnte aber nicht, weil der Tonabnehmer beschädigt war.

 

Ich ging also in einen HiFi-Laden und schaute, was ich da drauf montieren könnte. Der Händler erklärte mir, dass der montierte ein MC sei und ich einen zusätzlichen Phono-Vorverstärker bräuchte, falls ich bei MC bleiben wolle. Ich entschied mich also für ein Ortofon MC. Er bot mir dazu einen Rega Aria (aus 2. Hand) für ebenfalls weniger als die Hälfte des Neupreises an.


   
Wenn man aber rechnet, waren es (*alle Werte in Schweizer Franken) 900* für die 6 PerspeX, weitere 600* für die Quintet Bronze MC und 650* für die Rega Aria Pro.


Nachdem alles eingerichtet war, hörte ich mir eine LP an – und der Virus hatte mich wieder im Griff.

 

Als nächstes fand ich einen neuen Plattenladen in der Nähe und kaufte meine erste, neue LP. (Oder LPs sollte ich sagen).


 
Nachdem ich viel (zu)gehört und gelesen hatte, beschloss ich, meine gesamte Sammlung vollständig zu aktivieren und mir eine manuelle Reinigungsmaschine zuzulegen. Mangels Ahnung eine Pro-Ject Clean-IT, und begann die ersten Platten zu waschen.


Ich habe meine bestehende Sammlung in der zwischenzeit aus dem Keller geholt und gezählt

 

Es waren tatsächlich über 750 LP noch vorhanden.

 

Mein Ziel bestand darin, jede LP zu reinigen, in eine neue Innenhülle zu verpacken und mit einer Hülle zu versehen.

Gleichzeitig habe ich auch begonnen, die Platten auf Zustand zu prüfen un dzu dokumentieren.

Dafür nutze ich bis heute Discogs. Einen Link zu meiner Sammlung findet ihr auch auf der Seite.

 

Aber zurück zum Wäschethema:
Ich habe in mehreren Geschäften nach den Reinigungspreisen gefragt, und es lag im Schnitt bei etwa 2-5 CHF pro LP – also etwa 2+4000 CHF für die ganze Sammlung.Ich beschloss, den richtigen Weg zu gehen (billig kaufen, doppelt kaufen) und mir eine Vinyl-Reinigungsmaschine zuzulegen.

Die nächste grosse Investition stand dann also zu Buche, als die Audiodesk Vinylcleaner Pro bei mir einzog.


Wie gesagt habe ich versucht, alles richtig zu machen, also wurde jede LP ordnungsgemäß gereinigt, bewertet und meinem Discogs-Konto hinzugefügt.
Das hat mehrere Monate gedauert, mit langen endlosen Abenden, an denen ich nur geputzt habe und so weiter. Hunderte Platten waschen, anschauen, lesen, beurteilen, auf Discogs eintragen, Hüllen besorgen - naja - ihr wisst schon.

Und natürliche mussten die Platten ja irgendwo wieder gelagert werden, also braucht ich auch noch Regale, und bald auch neue Platten.


Aber es ist die Zeit allemal wert.

 

Wo es anfing, teurer zu werden

Nach nur 3 Monaten war mein Ortofon MC kaputt und ich musste mir ein neues kaufen. Besser gesagt, ich habe durch unsorgsames hantieren beim staubwischen mit dem Handrücken an der ungeschützten Nadel angehängt und sie abgerissen.

Mittlerweile habe ich dafür eine Extra Versicherung, aber hier musste ich CHF 650 Lehrgeld zahlen.

 

Der neue Toanbnehmer war dann das Excalibur Black MC von TAD. Für das Geld ist das ein sehr gut klingender Tonabnehmer.

Etwa ein Jahr später wollte ich herausfinden, ob ein besserer Phono-Vorverstärker und/oder ein besserer Tonabnehmer mich klanglich weiterbringen würden – was, wie Du Dir vorstellen kannst auch der Fall war. (Das war kurz bevor Covid begann).
Ein Gold Note PH-10 mit PSU-10 zusammen mit einem Rega Apheta 3 MC fand den Weg in mein Setup.

Während dieser Zeit habe ich dann das Wohnzimmer nochmal renoviert und strategische Entscheide getroffen.

 

Der Plattenspieler musste an dieser Wand weichen, weil ich meine Hörzone mit Akustikmassnahmen optimierte.

Ich habe das Anlagen Rack von Creaktiv gekauft und das gefiel mir optisch so gut, dass ich auch für den Plattenspieler eines bestellt hatte.

 

Darüber hinaus habe ich mich auch viel mit Raumakustik beschäftigt. In der Ecke sehen Sie aktive Bassfallen (PSI Audio, AVAA C20) sowie Absorber und Diffusoren.

Das "vorerst" letzte Kapitel in Bezug auf Schallplatten war der Kauf eines Acoustic Solid Edition mit Eminent GL von my Sonic Lab.

Es beschreibt für mich der sprichwörtliche Horizont oder das maximum womit man Platten hören kann.

Nicht dass die Vorgänger schlecht gewesen wären, das trifft weder auf den 6PerspeX noch auf die beiden Tonabnehmer Excalubur Black oder das spätere Rega Ahpeta 3 gleichermassen zu.

Aber dieser Plattspieler spielt in einer eigenen Liga und spielt Musik von Platte, wie ich sie vorher noch nicht gehört hatte. 

Im 7. Vinylhimmel halt.

Danke fürs Lesen bis hierhin.